„Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wieviel mehr werden sie seine Hausgenossen so nennen.“ (Matthäus 10,25)
Die Sache von Jesus zu beschädigen, war ganz offensichtlich das Geschäft seiner Gegner von Anfang an. Und dafür brachten sie wohl zu allen Zeiten eine erstaunliche Kreativität auf. Denn darauf muss man ja erst einmal kommen: Wo Menschen mit dem Wort des Lebens in Berührung kommen, wo sie Rettung aus Sünde und Schuld erfahren, wo Menschen endlich nicht mehr erwartetes Heil und Heilung durch den Sohn Gottes empfangen, wird Jesus von seinen Gegnern mit nicht weniger als dem Namen für den Teufel, dem Satan, dem Herrscher der Dämonen belegt. Er, Jesus, sei der „Beelzebul“, sagten sie. Damit traten sie tatsächlich den Versuch an das Gute ins Böse zu verkehren. Die Warnung des Propheten, die sie doch sicher kannten, überhörten sie: „Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen.“ (Jes 5,20)
In der Aussendungsrede desillusioniert Jesus also seine Jünger ein weiteres Mal. Sie sollen nicht erschrecken über die teuflische Kreativität der Christus-Feinde. Sie sollen sehen auf den Weg ihres Herrn und sich nicht eigenen Illusionen hingeben, die sie sich über ihre Christus-Nachfolge gemacht haben.
Ein viel stärkeres Bild liegt nämlich in diesem Wort verborgen. Das Bild des Hausherrn und der Hausgenossen. Jesus ist und bleibt der gute und heilvolle Hausherr. Seine Jünger sind und bleiben seine Hausgenossen. Was immer auch Menschen kreieren, um Hausherr oder Hausgenossen zu schmähen, das Entscheidende ist etwas anderes: Der Herr und seine Jünger bleiben im Haus des Heils verbunden und unauslöschlich beheimatet. In diesem Haus regiert Gottes Hausordnung, seine unüberbietbare Wortschöpfung und seine herrliche Versorgung, die keiner treffender beschrieben hat als der Prophet Jeremia:
„Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth.“ (Jer 15,16)
Für den Gemeindehilfsbund 2019