Vergammelte Speisen zu überhöhten Preisen

Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! (Psalm 34,9)

„Schmecket und sehet!“  Und ich dachte so: Rach der Restauranttester macht genau das. Christian Rach, selbst aus gutem Hause fährt als Restauranttester durch die ganze Republik: schmeckt und sieht und sagt:

Sitzt du in Hessen und würgst dich beim Essen? Oder winken in Schwaben aus der Leberwurst Schaben? Dann empfiehlt dir die Gesundheitspolizei: Vergammelte Speisen zu überhöhten Preisen sind zurückzuweisen!

Und wenn Rach lauwarm gegessen hat und den gefüllten Teller zurück in die Küche getragen hat, dann packt der Sternekoch tatsächlich mit an.

Er stampft all die Tiefkühlprodukte und Fertigsaucen in die Tonne. Er geht mit den Köchen auf den Markt. Er stellt sich mit ihnen in die Küche! Er macht sich die Hände schmutzig, zieht die Kochjacke und kocht mit ihnen!

Wohl diesem Restaurant! Wohl dem, der auf Rachs-Kochkunst traut!

„Schmecket und sehet!“ „Schmecket und sehet!“, sagt David hier. David selbst aus gutem Hause, aus Beit-lechem, wörtlich: dem Haus des Brotes. Dort ist er auf den Geschmack gekommen auf das Brot des Lebens, das allein der Gott Israels schenkt. Gestärkt mit diesem Brot erlegte er Goliath. Gestärkt mit diesem Brot übersteht er all die Nachstellungen Sauls von denen dieser Psalm Zeugnis ablegt!

Diesen Gott Israels preist er als einzigartiges Geschmacks- und Seherelebnis.

„Schmecket und sehet!“ Ein Gott, der wirklich die sättigt, die diesen Gott fürchten. Ein Gott, der die Reichen in ihrer intellektuellen Überheblichkeit vor ihren exquisiten Häppchen geistlich verhungern lässt. Ein Gott, der den Gerechten viel leiden lässt, aber aus alledem hilft!

Diesen Gott lobt und preist David. Ein geistliches Geschmacks- und Seherlebnis erster Klasse gibt es nur beim Gott Israels! Nur bei diesem Gott, der in Psalm 34 gepriesen wird!

Es ist schon erschreckend und auch beängstigend, was man uns heute alles auftischt: Martin Luther im Jubiläum mal als liberalen Freigeist oder Judenhasser entstellt. Ideologien im Schoko-Mäntelchen der bunten Vielfalt zum Genuss kredenzt. Die neue Akzeptanz als Ideologie per Bildungsplan auf dem Speiseplan. Zum Abwinken!

Die kirchlichen Küchenchefs schweigen oder sagen: Wir sollen uns halt gewöhnen, wie es schmeckt, wenn lesbische Paare in württembergischen Kirchen getraut werden! Scheibchen-Taktik kommt auf unsere Teller. Gewöhnt euch an diesen Geschmack, sagen die Küchenchefs. Es ist aber viel eher zum Zurückgehenlassen!

Aber weh dem, der das tut, weh dem, der dieses Menü nicht essen will! Weh dem, der dankend ablehnt. Weh dem, der widersteht. Der wird des Restaurants verwiesen oder des guten Geschmacks bezichtigt – der wird nicht akzeptiert – der wird bestenfalls einfach ignoriert – schlimmstenfalls mundtot gemacht. In Luthers Jubiläumsjahr mutet es in unseren Kirchen eher an wie im finsteren Mittelalter!

Vergammelte Speisen zu überhöhten Preisen sind zurückzuweisen!

Wir folgen auch heute und morgen und allezeit Davids Speiseempfehlung aus Psalm 34: „Schmeckt und sehet, wie freundlich der Herr ist!“. Der Gott Israels, der sich in Jesus Christus, dem Messias offenbart, der gestorben ist für unsere Sünden gestorben ist und auferstanden ist und lebt! Und der sich uns gibt als Brot des Lebens!

Und wohl dem, der auf ihn trauet, WOHL dem, der auf ihn trauet.

Für die Hülbener Kirchweihmontagskonferenz 2016

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