„Ich bin ausgerutscht und ins Rettungsboot gefallen!“, war die skurrile Ausrede des Kapitäns Francesco Schettino, der 2012 das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia in den Untergang steuerte. Ausgerechnet der Kapitän, der die Rettungsmaßnahmen koordinieren sollte, verließ als einer der ersten das Schiff. Viele seiner Passagiere dagegen fanden den Tod. Was für ein Drama!
Viele sagen heute: Christlicher Glaube? Was soll’s? Wen kümmert’s? Wie dramatisch! Denn wer Christ wird, bekommt einen neuen und ganz anderen Kapitän. Einen, der an Bord bleibt, auch wenn das Lebensschiff auf Grund läuft und in Not gerät. Gerade dann zeigen sich die Qualitäten des Retters. Er bleibt da. In dunkelster Nacht. In eiskalter Verzweiflung. Er behält klaren Kopf. Er organisiert die Rettung. Er nimmt uns an die Hand und nimmt uns die Angst. Er bringt uns durch und sicher an sein ewiges Ziel. Er braucht keine Ausreden, kennt aber unsere. Er ist ein Mann von Rang. Ein echter Lebenskapitän. Jesus, der Christus, der Herr!
Das Evangelium ist anders skurril: Unsere Rettung brachte ihm den Tod und uns das ewige Leben. Das ist keine Geschichte, die man sich usdenken kann. Was hindert Sie eigentlich, ihn noch heute zum Kapitän Ihres Lebens zu ernennen?
Sonntagsgedanken für die Waiblinger Kreiszeitung September 2026