Der erste Schritt

Neil Armstrong setzte als erster Mensch den ersten Schritt auf den Mond. Dieser kleine Schritt mit weitreichender Bedeutung  ging in die Weltgeschichte ein und jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten mal. Seine Worte, die diesen Schritt begleiteten, sind wie in Stein gemeißelt: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Schritt für die Menschheit!“ Dieser erste Schritt auf unbetretenes Terrain verlangte aufrichtigen Mut und feste Entschlossenheit von allen Beteiligten an der Mission Apollo 11! Als Zeichen des Erfolgs steht seither die amerikanische Flagge auf dem Erdtrabanten.

Wer macht den ersten Schritt? Das ist die Frage, wenn Beziehungen festgefahren sind. Wer macht den ersten Schritt, wenn der Streit gute Freunde auseinandergetrieben hat, wenn Missverständnisse, Versäumnisse und Verletzungen wie unüberwindbare Hindernisse im Raum stehen? Wer bringt jetzt Mut und Entschlossenheit auf?

Den ersten Schritt will und kann ich letztlich nicht gehen ohne den, der den ersten Schritt bereits gemacht hat: Gott machte den ersten Schritt mit Mut, Entschlossenheit und letzter Konsequenz in dem Menschen Jesus von Nazareth. Er überwand die Kluft der abgebrochenen Beziehung zwischen Gott und Mensch. Das war seine Mission! Die Worte, die diesen Schritt begleiteten sind wie in Stein gemeißelt:

„Vater, vergib ihnen!“ Das Kreuz von Golgatha ist seither das liebevolle Zeichen Gottes für den ersten Schritt. In diesem Zeichen des gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus liegt die Kraft, um nun selbst den ersten Schritt zu machen. Stillstand wäre Rückschritt. Gott will und kann die Kraft geben zum Fortschritt. Die Kraft, um fortzuschreiten in geheilte und gelingende Beziehungen. Bevor ich den ersten Schritt gehe, möchte ich an Gott wenden. Vielleicht so:

„Herr gib mir Mut zum Brückenbauen, gib mir den Mut zum ersten Schritt. Lass mich auf deine Brücken trauen, und wenn ich gehe, geh du mit. Ich möchte nicht zum Mond gelangen, jedoch zu meines Feindes Tür. Ich möchte keinen Streit anfangen; ob Friede wird, liegt auch an mir.“ (Kurt Rommel)

 

Für die Sonntagsgedanken der Waiblinger Kreiszeitung 2009

Nach oben scrollen