Die Krone? In Gebrauch!

868 Diamanten, 17 Saphire, 11 Smaragde, 269 Perlen und 4 Rubine schmücken die ‚Imperial State Crown‘ der Königin von England. Zu den Diamanten dieser Krone zählt sogar der ‚Second Star of Africa‘, der mit 317 Karat zu einem der größten Diamanten der Welt zählt. Einfach unglaublich!

Kein Zweifel: Die Krone ist kein Accessoire für jeden Tag. Trotzdem: Es ist die ‚State Crown‘, die am häufigsten den Sicherheitstrakt verlässt, denn sie ist die Dienstkrone der Königin. Wann immer Elizabeth II. im ‚House of Lords‘ das Parlament eröffnet, steht in einer leeren Vitrine ein kleines Schild mit den Worten „in use“, zu Deutsch: „in Gebrauch!“

Es ist ebenfalls ein König, der unseren Blick auf eine Krone lenkt. Nicht seine eigene, sondern eine ganz andere Krone. Die Krone mit der Gott ihn – König David – gekrönt hat. Über diese Krönung schreibt er in Psalm 103:

„Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit!“

Gnade und Barmherzigkeit, Vergebung der Sünden, Erlösung des Lebens aus den gemeinen Verderbens-Mächten der Welt, Heilung unserer vielfältigen Gebrechen: Das ist eine Krönung unvergleichlichen Ausmaßes. Das ist mehr, als leuchtende Diamanten je geben könnten. Durch den Glauben gehören wir unzerbrechlich dem Schöpfer der Welt und alles, was sein ist, schenkt er uns. Wir sind durch Jesus Christus schon jetzt Empfänger der königlichen Gaben. Einfach unfassbar- unfassbar wertvoll.

Und damit ist es noch einmal völlig anders als bei der Krone der Queen: Das Wertvolle, das Gott uns schenkt, ist ein Accessoire für jeden Tag. Nicht nur an besonderen Tagen sollen wir uns unserer königlich-göttlichen Würde bewusst sein. Sondern an jedem Tag. Jeden Tag soll es über unsere von Gott anvertraute Krone der Gotteskindschaft heißen: „in use“ – in Gebrauch!

In einer furchtbar gnadenlosen und unbarmherzigen Welt braucht es Menschen, die sich der Krone bewusst sind, die Gott ihnen geschenkt hat!

Und da kann es sicher auch manchmal vorkommen, dass wir hinfallen. Aber dann soll es auch heißen: Aufstehen und Krönchen richten.

Als Gemeinde wollen wir weiter auf die glänzende Krone der Gotteskindschaft hinweisen, sie miteinander entdecken, tragen, mehr noch: einander mit Gnade krönen und vor allem täglich die Krone gebrauchen.

Editorial für den Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Hegnach

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