Große Gaben und kleine Herzen

„Bist du wirklich mein Sohn Esau?«, fragte er noch einmal. »Ja, ich bin Esau«, log Jakob.“
(1. Mose 27, 24)

 Die große Gabe des Segens liegt bereit. Jakob aber erschleicht sich diese große Gabe. Es ist der zweite Betrug in Jakobs Leben. Angestiftet und unterstütz wird er hier sogar durch seine Mutter Rebekka. Aber Jakob  überlistet hier nicht nur seinen Bruder Esau, sondern auch seinen Vater Isaak.

Zu klein sind die Herzen von Jakob und seiner Mutter der Größe der Segensgabe zu vertrauen. Nämlich den Bestimmungen Gottes gemäß Esau den Vortritt zu lassen. Ihre Herzen sind zu klein darauf zu vertrauen, dass Gott auch für sie seine Gaben, ja seinen Segen zu seiner Zeit bereithält und auch an sie einmal sie austeilen wird.

Wie groß sind Gottes Gaben! Wie schön und herrlich und wie erstrebenswert. Unsere Herzen sind oft viel zu klein, zu eng, zu hart und vor allem zu ungeduldig diese Gabe zu erwarten und dann auch zu empfangen.

Haben nicht auch wir schon allzu oft den Segen verpasst, weil unser Herz einfach zu kleinlich war?

Die Geschichte hilft uns Gottes Segen in den Blick zu nehmen. Diesen Segen dürfen wir erwarten. Nach diesem Segen dürfen wir uns ausstrecken. In jedem Gottesdienst, in jeder Andacht, in diesem Augenblick, wo sie diese Zeilen lesen. Wir dürfen den Segen erwarten und singen: „Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen“ und schon gar keine krummen Wege gehen.

 

Mein Stück Himmel. In 366 Andachten durchs Jahr
Für ‚Mein Stück Himmel. In 366 Andachten durchs Jahr‘, Holzgerlingen 2019
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